pilgrim hat geschrieben:
Ich assoziiere mit diesen Begriff Fragen im Sinne von "wie geht eigentlich Technik XY aus Angriff YZ?" Diese Art von "Wissenslücke" erledigen sich ja aber nach einiger Zeit, denke ich.
Oder nicht?
Sicherlich, wobei "einige Zeit" sehr dehnbar ist. Selbst Du stellst ja nach 15 Jahren auch noch ab und zu diese Art Fragen. Siehe => mune dori kote gaeshi. Also ist diese Art der Assoziation doch nichts negatives, oder?
pilgrim hat geschrieben:
Schon wenn es um die Fragen nach Anwendungen oder Variationen geht, finde ich den Begriff "Wissenslücke" irgendwarum nicht mehr adäquat. Genausowenig, wenn es um die unterschiedlichen Formen der einzelnen Lehrer geht. Paßt irgendwie nicht. Und auch nicht, wenn es um verschiedene Auffassungen der gleichen Form einer Technik geht, meine ich.
Oder doch?
Von "Wissen" bei einer körperbetonten Tätigkeit zu sprechen ist nach meiner Ansicht immer etwas schwierig. Es geht ja mehr um "Können"
Und dann kommt noch dazu, dass es im Aikido ja gerade darum geht, das Können (vllt. auch Wissen) aus einer anderen, viel tieferen Bewusstseinsebene abzurufen als beispielsweise die binomischen Formeln in Mathe.
pilgrim hat geschrieben:
Was mich lange schon immer wieder beschäftigt:
Tissier hat mal erzählt, daß ein Grund, warum Yamaguchi aus seiner Sicht ein wirklicher Meister war, darin bestand, daß er auf jede Frage eine (gute) Antwort wußte.
Ehrlich gesagt, mir sind die Leute eher suspekt, die auf jede Frage eine Antwort wissen. Ob Meister hin oder her. Noch schlimmer, wenn aus Ihrer Sicht die Antworten immer gut sind.
Ich z.B. finde es meisterlich, wenn jemand weiss, dass er auf eine Frage keine Antwort weiss.
Aber nichts für ungut, ich glaube zu verstehen, wie Tessier seine Aussage meinte.
LG
Viel Spaß mit Ulf. Ich habe gesehen, er scheint den Waffenanteil zu steigern
