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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 6. Feb 2010, 08:18 
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oder so. je nach dem.

wie redet man ihn eigentlich direkt an? ich habs bisher vermeiden können.

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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 6. Feb 2010, 08:21 
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Ingolf hat geschrieben:
wie redet man ihn eigentlich direkt an? ich habs bisher vermeiden können.


Versuchs doch mal mit "Sensei" ;-)

Hat für mich bisher immer gut funktioniert.

Beste Grüße

Maik

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Lies mal: Aikidobuch.de


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 6. Feb 2010, 12:38 
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Konparu hat geschrieben:
Das war ein reines copy-paste. Auch das PS ist nicht von mir, sondern war im Text. Ich habe mir damals nicht die Mühe gemacht die Begriffe selbst nachzuschlagen.

Dankeschön!
Ich habe in der Tat angenommen, das PS sein von dir und du wüßtest entsprechend mehr. Dein geposteter Text stammt ja aus einer anderen Quelle als der auf der KI-Aikido Seite, oder? Weißt du noch, wo du ihn her hast? Vielleicht kann ich ja dort mehr herausbekommen.

Die verschiedenen Namen, die Ueshiba benutzt hat, sind in der Literatur konkret bestimmten Zeitperioden zugeordnet und teilweise aus bestimmten Geschehnissen inhaltlich begründet. Dabei ist mir michimori eben bisher nicht untergekommen und es wäre also eine echte Entdeckung.

Zitat:
In HD spricht übrigens kein Mensch von "Yoshigasaki dôshu". Ich glaube sogar, dass die wenigsten mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen können.
Nu guck: Bei uns ist der Begriff ganz gebräuchlich. Man benutzt ihn völlig selbstverständlich, weiß, wen er meint und was er bedeutet.
So war doshu z.B. vor nicht allzulanger Zeit in den Niederlanden und es haben eben einige - nach eigenem Bekunden - bei doshu trainiert.
Endo wird ganz normal mit sensei angesprochen, Tissier mit Christian. Und meine Chefs ganz selbstverständlich mit vollem Titel. Ein"du" ist völlig undenkbar. Ich weiß noch, wie ich 1994 in der Uniklinik HD damit aufgelaufen bin, daß ich Ärzte und Schwestern wie bis dahin gewoht einfach geduzt habe. puh


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 6. Feb 2010, 13:04 
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pilgrim hat geschrieben:
Dein geposteter Text stammt ja aus einer anderen Quelle als der auf der KI-Aikido Seite, oder? Weißt du noch, wo du ihn her hast?


Es ist doch immer der gleiche Text von Yoshigasaki,wo siehst du Unterschiede?
Die Quelle hat er doch angegeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 6. Feb 2010, 15:21 
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Bei meinem Link muss man halt das "Sensei" rechts oben noch anklicken. Ich sehe allerdings gerade, dass man auch das "sensei" rechts unten anklicken und somit auf die englische Orginalversion kommen kann.

Das ist insofern interessant, als dass Yoshigasaki gar nicht angibt, mit welchem Zeichen er "shu" schreibt. Das 道守 könnte also auch nur ein Mißverständnis des Übersetzers sein.

Trotzdem versteh ichs nicht.
"Ein Lehrer ist DOSHU, wenn er völlig unabhängig von anderen Philosophien oder Lehrern unterrichtet."
Klingt für mich nach dem Gegenteil von "bewahren".

Zitat:
Was genau eigentlich beschützt oder bewahrt denn der 道守?


Gute Frage...


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 6. Feb 2010, 22:36 
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Zitat:
Was genau eigentlich beschützt oder bewahrt denn der 道守?

genaue antwort kann natürlich nur kenjiro yoshigasaki sensei liefern. :)

aber was wird ein "bewahrer des weges" wohl unter die fittiche nehmen!? also wenn der name an sich kein wink mit dem zaunpfahl ist, weiss ich auch nicht. - versuch einer interpretation: vielleicht trägt er dafür sorge, dass der weg lebendig bleibt. er meinte mal, dass auch das neuerfinden/wiederentdecken eine art tradition sein kann, er im prinzip ein sehr traditioneller mensch ist. (meine idee dazu:) dem weg folgen, heisst, beim neuerfinden auf die alten werte zu stossen. sehr überspitzt wird man also zwangläufig immer ein rundes rad erfinden.

Zitat:
Trotzdem versteh ichs nicht.
"Ein Lehrer ist DOSHU, wenn er völlig unabhängig von anderen Philosophien oder Lehrern unterrichtet."
Klingt für mich nach dem Gegenteil von "bewahren".

den weg bewahren heisst, seinen grips anzustrengen. wenn man sich an jemandem orientiert, ist man in dieser hinsicht nicht frei und kann sich nicht entwickeln. ausserdem überlässt man einen teil der persönlichkeit/verantwortung seinem lehrer/der philosophie. für den anfang mag man einen lehrer brauchen, wie man als kind seine eltern braucht. aber das ist nicht der ganze weg. - um genau das zu unterstreichen werden in manchen zen-stilen keinerlei aufzeichnungen geduldet (mal von klassikern abgesehen), bzw. diese verbrannt. denn von anderen abzukupfern heisst, sich nicht selbst zu entwickeln und somit einen wesentlichen teil auf dem weg nicht zu gehen. mit ausnahme des doshu, haben nun die nachfolgenen einen wegweiser und jemanden der aufpasst, falls der weg verlassen wird.

oder du fragst ihn einfach selbst, oder kramst in einschlägiger literatur. das wort/die wörter doshu ist/sind ja nicht seine erfindung. er benutzt es blos.

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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 7. Feb 2010, 01:24 
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Ingolf hat geschrieben:
genaue antwort kann natürlich nur kenjiro yoshigasaki sensei liefern


Es gibt ja wohl sonst auch keinen anderen "Bewahrer des Weges". :?

Ein schöner Titel. Sagt aber eigentlich nichts aus, wie mir gerade auffällt.


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 7. Feb 2010, 09:54 
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titel sind ja immer mit vorsicht zu geniessen.

andererseits macht er (yoshigasaki, nicht der titel) schon einen guten eindruck, wenn man ihn kennt.

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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 7. Feb 2010, 14:53 
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Ingolf hat geschrieben:
aber was wird ein "bewahrer des weges" wohl unter die fittiche nehmen!? also wenn der name an sich kein wink mit dem zaunpfahl ist, weiss ich auch nicht.
Pardon, ich verstehe es trotz Zaunpfahl nicht?
Ronin hat geschrieben:
Ein schöner Titel. Sagt aber eigentlich nichts aus, wie mir gerade auffällt.
Darum meine Frage: "Weg" hat ja keinerlei inhaltliche Kriterien.


Zitat:
das wort/die wörter doshu ist/sind ja nicht seine erfindung.
Äh, ich dachte nun gerade, dieser Begriff wäre eben eben seine Erfindung? (Wohl in Anlehung oder Abgrenzung an/gegen den Titel im aikikai?)

Das verstehe ich nun wieder nicht. :shock:

... ich bin verwirrt ...


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 7. Feb 2010, 20:29 
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wobei mir denn zu alledem auch noch einfällt:

Auch die fortgeschrittenen Lehrer bei uns, die shihan allzumal, entwickeln sich ja schließlich und endlich in einer sehr persönlichen, eigenen Richtung. Sowohl was die Technik angeht, als auch in ihrem Verständnis von aikido.
Es ist ganz erstaunlich und - wie ich finde - sehr angenehm, wie unterschiedlich die Interpretationen von aikido auf diesem Niveau sind. In meiner Ausbildung gab es für so etwas mal den Begriff "versöhnte Verschiedenheit".
Is das nicht schlicht eine ganz logische Konsequenz des Entwicklungsmodells shu-ha-ri?

Zitat:
"Ein Lehrer ist DOSHU, wenn er völlig unabhängig von anderen Philosophien oder Lehrern unterrichtet."

Was genau meint denn das? Gibt es dann also überhaupt gar keine Anhaltspunkte mehr, keinerlei Kriterien oder Inhalte, an denen sich die Entwicklung eines so verstandenen doshu orientiert? Könnte er schließlich bei christlichem Karate landen oder veganem Sitztanz? Ich glaub irgendwie nicht, das es so gemeint ist?
Was also bewahrt ein so verstandener doshu?

Oder meint es schlicht, daß er den "Weg" (welcher nun auch immer gemeint sei) so sehr integriert hat, daß er niemand anderen mehr als Wegweiser braucht? Sondern ihn selbständig geht und umgekehrt anderen Wegweiser sein kann?

Dann würde ich mich fragen, warum er die eigenen Lehrer und die Philosophien, die ihn inspiriert und geleitet haben, nicht mehr nennen sollte und so tun, als gäbe es sie nicht.

Und ich würde behaupten, daß es davon gar nicht so sehr wenige in der Aikikdowelt gibt. Oder?

Grüße,
Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 8. Feb 2010, 00:20 
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pilgrim hat geschrieben:
Zitat:
"Ein Lehrer ist DOSHU, wenn er völlig unabhängig von anderen Philosophien oder Lehrern unterrichtet."

Was genau meint denn das?


Tja, das wüsste ich auch gerne. Was sind "andere Philospohien", was sind dagegen die "nicht anderen"?

Und wie kann man sich von sämtlichen Strömungen der Philsosphie unabhängig erklären?
Man müsste wie bei "am Anfang war das Feuer" wieder von vorne anfangen.
Wenn Yoshigasaki seine Wurzeln kappen will, welchen "Weg" will er dann bewahren?
Ich finde das alles ein bisschen durcheinander.


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 8. Feb 2010, 10:24 
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ich schlage vor, dass ihr ihn selbst fragt, wenn euch das so interessiert.

Zitat:
Was genau meint denn das? Gibt es dann also überhaupt gar keine Anhaltspunkte mehr, keinerlei Kriterien oder Inhalte, an denen sich die Entwicklung eines so verstandenen doshu orientiert?

ich hätte da nur eine idee: sicherlich wird von heut auf morgen nicht alles neu erfunden. man fängt also nicht beim urschleim an. allerdings gibt es niemanden der vorschreibt, wie was auszusehen oder zu funktionieren hat, mit ausnahme der physik und was es sonst noch das leben so bietet. aufbauend auf dem bisherigen stand wird nun das system auf herz und nieren abgeklopft. aber es gibt keine vorschriften, die von anderen entworfen wurden. wenn es doch noch welche gibt, dann weil sie entweder sinnvoll sind, oder weil man nicht alles auf einmal überarbeiten kann.

das system zu überarbeiten heisst, den weg zu leben. es geht beim bewahren des weges möglicherweise also darum, was ziemlich altes zu bewahren: nämlich den weg. aufpassen dass er nicht zu einer holen phrase wird und stirbt.

Zitat:
Dann würde ich mich fragen, warum er die eigenen Lehrer und die Philosophien, die ihn inspiriert und geleitet haben, nicht mehr nennen sollte und so tun, als gäbe es sie nicht.

macht er ja nicht. aber er fühlt sich diesen nicht gebunden. - beispiel: wenn er toheis konzept vom einen punkt widerspricht, dann weil er es durch seins der linien ersetzt, die besser in sein restliches system passen. nicht dass toheis konzept nicht funktionieren würde. er ist außerdem so frei, nicht mal seinen eigenen konzepten zu folgen. (er meint, es wäre besser, wenn diese ihm folgen. da es andersherum keine entwicklung geben würde :wink: ) - manche dinge sind allerdings ziemlich absonderlich, bei genauem hinschauen macht es aber wieder sinn: z.b. dass das konzept "freund" zu krieg führen kann, und daher nicht unbedingt das beste ist...

Zitat:
Äh, ich dachte nun gerade, dieser Begriff wäre eben eben seine Erfindung?

ich glaube nicht, dass yoshigasaki u.a. den kôjien geschrieben hat. obwohl er eine andere lesung statt michimori verwendet. man muss vielleicht akzeptieren, dass er in diesen bereichen mehr weiss, als man selbst. schätze jenseits des 8.dan wird man sich mit noch absonderlicheren begriffen auseinandersetzen. - ich meine, tohei hätte yoshigasaki damals wohl nicht mit dieser aufgabe (ki-aikido in europa, afrika und südamerika aufzubauen) betraut, wenn er nicht gewüsst hätte, dass dieser weiss wovon er spricht.

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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 9. Feb 2010, 10:28 
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Ingolf hat geschrieben:
ich schlage vor, dass ihr ihn selbst fragt, wenn euch das so interessiert.
Naja, du hast es doch aber hier eingebracht? Drum bin ich an deinen Antworten interessiert. Und Yoshigasaki selbst werde ich schlicht nicht treffen.

Zitat:
Zitat:
Was genau meint denn das? Gibt es dann also überhaupt gar keine Anhaltspunkte mehr, keinerlei Kriterien oder Inhalte, an denen sich die Entwicklung eines so verstandenen doshu orientiert?

ich hätte da nur eine idee: ...

hm, wenn du es auf diese Weise beschreibst, dann seh ich allerdings keine wirklichen Unterschiede mehr zu dem, was "bei uns" eigentlich von jedem Lehrer ab einem gewissen Stadium erwartet wird?
Eine selbständige, freie Entwicklung wird doch vorausgesetzt. Rein technisch betrachtet ist das einer der Gründe, warum nur bis zum vierten dan geprüft wird: Bis dahin sind die Basistechniken zu zeigen. Danach sollte eine eigenständige Entwicklung beginnen und ist Technik nicht mehr "prüfbar" in einem objektiven Sinne. Wenn man z.B. Tissier oder Endo oder Asai oder Tamura oder Tada anschaut, dann sieht man, wohin das gehen kann.
Und auch was das Verständnis von Aikido angeht, entwickelt doch jeder Lehrer etwas ganz Eigenes? Das fängt ja bei mir schon an, wenn ich meinen Glauben, die shinto Elemente des Aikido, die daoistischen Aspekte undsoweiterunsofort in mir zu integrieren versuche ...

Für Tissier und Endo jedenfalls kann ich das ohne Abstriche so sagen. Gerade in der Traditionslinie, die sich an Yamaguchi orientiert, wird eine selbständige Entwicklung ausdrücklich erwartet. Und findet statt. Aber genauso letztlich bei allen anderen Lehrern ja auch. Und "Vorschriften" welcher Art auch immer, sind mir keine bekannt.
Was es "bei uns" wohl allerdings weniger bzw. in dieser Form wohl gar nicht gibt, ist das (Um-)Gestalten des Aikido aufgrund von theoretischen Erwägungen oder das Ausrichten der Formen philosophischen Konzepten.

Zitat:
das system zu überarbeiten heisst, den weg zu leben. es geht beim bewahren des weges möglicherweise also darum, was ziemlich altes zu bewahren: nämlich den weg. aufpassen dass er nicht zu einer holen phrase wird und stirbt.
Ich bleibe bei meiner Frage: Was ist denn dieser "Weg"? Du benutzt diese Vokabel so, als ob das relativ klar umrissen wäre. Oder überneinstimmend geklärt. Oder objektiv zu bestimmen. Um welchen Weg geht es denn dabei?
Ist dieser "der Weg" etwas, das einer für andere bewahren, bereithalten, zur Verfügung stellen kann?
Oder ist "der Weg" nicht etwas, das jede und jeder für sich selber gehen muß?

Allein, wenn ich an die Vokabel für sich genommen denke: Dieser Begriff kommt vor in budo, shinto, katori shinto ryu, aikido, ki-aikido, taido (eine andere Form der Verbindung von Tempukai, also Yoga und Aikiodo), shodokan, zendo, karatedo, chado, kashima shinto ryu, ...

Wie kommt es, daß du diese Vokabel so ungezwungen benutzt? Ist für dich/euch so klar, was das ist, "der Weg"?

Grüße,
Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 9. Feb 2010, 11:53 
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Zitat:
Ich bleibe bei meiner Frage: Was ist denn dieser "Weg"?

ist die suche nach dem weg nicht shodan-niveau? :wink: mal ehrlich; vielleicht bekommst du hinweise, aber ich glaube nicht, dass du von irgendjemand eine wirklich brauchbare antwort erhälst.

Zitat:
Ist dieser "der Weg" etwas, das einer für andere bewahren, bereithalten, zur Verfügung stellen kann?
Oder ist "der Weg" nicht etwas, das jede und jeder für sich selber gehen muß?

wenn du mich fragst, würde ich sagen, dass jeder zwar seinen weg selbst gehen muss, es aber nur einen weg gibt. der weg hat jedoch verschiedene ausprägungen. im prinzip so viele wie es menschen gibt, die ihn gehen. der eine findet ihn im aikido, der andere im karate, der nächste im tischlern, wieder ein anderer im zeichnen. der eine weg ist hilfreich, der andere etwas komplizierter. - das problem ist, dass man von zeit zu zeit jemanden braucht, der einem einen tipp gibt, wenn man nicht mehr weiterkommt und aufpasst wenn man gar eine schädliche entwicklung einschlägt. vorzugsweise macht das der sensei. wer aber hilft dem sensei? was, wenn der sensei einem nicht mehr helfen kann? hier hört es entweder auf, oder es wird zum selbstläufer.

soviel ich jetzt vom weg verstehe, ist es egal welche ausprägung/kunst man wählt. wenn man weit genug gekommen ist, hat das auswirkungen auch auf alle anderen künste. dabei kommt es nicht auf die fertigkeit an (die man durch üben erlangen kann), sondern auf das verständnis. - und hier ist der knackpunkt, denn mit zunehmendem verständnis ändert sich alles. mit ausnahme des wegs.


Zitat:
Gerade in der Traditionslinie, die sich an Yamaguchi orientiert, wird eine selbständige Entwicklung ausdrücklich erwartet.

aber es wird sich orientiert. daher ist man bei der entwicklung nicht vollkommen selbständig. - oder wie meinst du das?

Zitat:
Was es "bei uns" wohl allerdings weniger bzw. in dieser Form wohl gar nicht gibt, ist das (Um-)Gestalten des Aikido aufgrund von theoretischen Erwägungen oder das Ausrichten der Formen philosophischen Konzepten.

einerseits gilt immer noch die einheit von geist und körper, andererseits führt der geist. ich weiss es aus eigener erfahrung, dass techniken allein aufgrund der wahl eines konzepts funktionieren oder nicht. - funktionierende konzepte gibt es viele, aber ein möglichst einfaches konzept zu finden ist die kunst. nicht nur im aikido, sondern auch im täglichen leben oder in der mathematik.

diese konzepte helfen aber nicht nur, dass techniken überhaupt funktionieren, sie verleihen einer technik zuweilen auch einen sinn, der über das funktionieren hinaus geht. z.b. die eigene gesundheit und die des uke nicht zu ruinieren, z.b. der oft belächelte versuch uke zum aufgeben des angriffgedankens zu bewegen, z.b. die eigene ruhe und den allgemeinen frieden zu bewahren. theoretisch ganz nett, aber in der praxis eine kunst.

Zitat:
Wie kommt es, daß du diese Vokabel so ungezwungen benutzt? Ist für dich/euch so klar, was das ist, "der Weg"?

es macht irgendwie sinn, sich mit dem auseinanderzusetzen, was man macht. - es geht ja nicht um aikitaiso oder aikijutsu, sondern um aikido, auch wenn es nur ein wort ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: klatsch und tratsch
BeitragVerfasst: 9. Feb 2010, 13:21 
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Registriert: 23. Nov 2008, 08:29
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hi ingolf,

Zitat:
einerseits gilt immer noch die einheit von geist und körper, andererseits führt der geist.


wieso ist das dann noch eine einheit, wenn der geist führend ist?

wieso ist es so wichtig, eine priorität zu betonen ?

ist der körper weniger gut ?

gerade am wochenende wurde ständig wieder darauf hingewiesen, den körper zu benutzen.
in derselben stunde wurde aber an einen ruhigen geist, der sich in z.b. in einer übung ausdrücken soll, erinnert.

das eine wie das andere war gleichbereichtigt und passte sehr gut in ein und diesselbe stunde.

edit: kann es einen maler ohne sein werkzeug geben ?
was wäre dann überhaupt möglich?


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